Trude Teige: Als Großmutter im Regen tanzte

REZENSION. Der Titel an sich und die Empfehlung meiner Lieblingsbuchhändlerin haben mich bewogen, dieses Buch zu lesen – danke für den Tipp, liebe Sabina. Ich konnte die spannende Familiengeschichte zwischen Norwegen und Deutschland kaum aus der Hand legen. Zugleich habe ich so einiges über die Deutsch-Norwegische Nachkriegsgeschichte erfahren.

Der auf zwei Zeitebenen erzählte Roman rankt sich um das Schicksal einer Mischehe, die aus der deutschen Besatzung während des Zweiten Weltkriegs hervorgegangen ist. Norwegerinnen, die sich in deutsche Wehrmachtssoldaten verliebten, wurden nach dem Krieg als Landesverräterinnen gebrandmarkt, gesellschaftliche geächtet, entrechtet, interniert und teilweise ausgebürgert. Eine von ihnen war die im Regen tanzende Großmutter.

Ihre Enkelin Juni ist die Heldin des aktuellen Handlungsstrangs (um 2014). Als deren Ehe eskaliert, flieht sie auf eine Insel in das Haus der verstorbenen Großeltern. Dort entdeckt sie ein Foto, das ihre Großmutter Tekla als junge Frau, im Regen tanzend und glücklich verliebt mit einem unbekannten deutschen Soldaten, zeigt. Wer ist dieser Mann, der ihrem Großvater überhaupt nicht ähnelt? Die Frage lässt Juni nicht los, weitere kommen zu: Warum war ihre Kindheit überschattet von den Streitigkeiten zwischen ihrer Mutter Lilla und ihrer Großmutter Tekla? Warum agierte Lilla in der Familie wie eine Außenseiterin, die selbst mit den eigenen Brüdern nicht klarkam? Und warum hat Juni nie erfahren, wer ihr Vater ist? Antworten sucht und findet sie in Großmutters Vergangenheit, im Nachkriegsdeutschland. 

Der zweite Handlungsstrang erzählt Teklas Geschichte kurz nach Ende des Zweiten Weltkriegs. Als „Deutschenmädchen“ geächtet und von der eigenen Familie verstoßen, begleitet sie ihre große Liebe, den deutschen Soldaten Otto Adler, in dessen Heimat Demmin, in Vorpommern. Was die beiden dort erwartet, ist grauenhafter als alles, was Tekla sich je hätte vorstellen können. 

Besonders beeindruckt hat mich der Kontrast zwischen dem guten Leben, das Tekla während des Krieges in Norwegen geführt hatte, und dem Elend, das sie nach dem Krieg in Deutschland sah und selbst erlebte. Nachrichtenbilder von Russlands aktuellem Überfallkrieg suggerieren, dass das Leben in der Ukraine mit Einschränkungen normal weitergeht. Für einen Teil der Bevölkerung mag das zutreffen. Vielen wurde aber alles genommen, was ihr Leben lebenswert machte. Der Roman „Als Großmutter im Regen tanzte“ verändert den Blick auf solche Nachrichtenbilder – das ist richtig und wichtig.

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Julie Otsuka: Wovon wir träumten

REZENSION. Die Geschichte über Japanerinnern, die zu Beginn des letzten Jahrhunderts in die USA auswanderten, ist komplett in der Wir-Form geschrieben. Diese permanente Wir-Form auf gut 160 Seiten macht den Roman einzigartig und irritierend. Gab es Japanerinnen damals nicht als Einzelpersonen? Aus wessen Sicht nicht und warum nicht? Die Antworten finden sich in der Geschichte. 

Abweichend von den Lobeshymnen zum 2012 veröffentlichten Roman empfand ich durch die ständige Wir-Form mehr Distanz zu den handelnden Figuren. Sie erschienen mir beliebig. Als Leserin lebte und fühlte ich – zunächst – weniger mit. Denn erst das Schicksal eines Individuums packt mich – so dachte ich, während ich den ersten Teil des Buches las. 

Dann las ich, wie das Japanische Kollektiv in den USA zunehmend bedroht wurde. In unzähligen Aufzählungen zeigt die Autorin, wie die Japanerinnen und ihre Familien jeweils damit umgingen. Einerseits nervten mich die vielen Aufzählungen und Wortwiederholungen und ich war geneigt, ganze Seiten nur noch zu überfliegen. Andererseits entwickelte die Aneinanderreihung von Einzelschicksalen einen Lesesog, der mich durch die schlaflose Nacht trug. 

Am nächsten Morgen war das Buch ausgelesen. Das Schicksal dieser Japanerinnen und ihrer Familien und die Gleichgültigkeit der anderen hingen mir nach und ich musste recherchieren, was damals wirklich passiert ist. Fündig wurde ich auf Wikipedia, wo auch dieser Roman und seine Autorin fundiert beschrieben werden. Tatsächlich beschreibt der Roman ein Stück Amerikanischer Geschichte, von dem ich bislang nichts wusste, auch wenn ich es hätte ahnen können. Zurück bleibt ein trauriges Gefühl, Mitgefühl mit diesen Menschen und mit Menschen auf der ganzen Welt, die aus den verschiedensten Gründen dachten, eine neue Heimat gefunden zu haben. 

Es heißt „Geschichte wiederholt sich“, doch ich gebe die Hoffnung nicht auf, dass wir aus der Vergangenheit lernen, um die Fehler der Vergangenheit eben nicht zu wiederholen. Um aus der Vergangenheit lernen zu können, brauchen wir Bücher wie Otsukas „Wovon wir träumten“. Das Buch sollte Schullektüre sein, vor allem in den USA und in den zunehmend autoritär wählenden Regionen Europas.

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Maud Ventura: Mein Mann

REZENSION. Wie hat dieses Debüt mit einer mir unsympathischen Hauptfigur mich dazu gebracht, zwei Nächte hintereinander mehr zu lesen als zu schlafen? Auf 240 Seiten erzählt sie von ihrem Vorstadtleben in einem Traumhaus mit Traumfamilie und Traumjob. Dabei zieht sie die Leserschaft tief in ihre Gedankenwelt hinein und gibt Einblicke, die zunehmend Risse in die perfekte Fassade reißen. Es sind diese Risse, die mich fesselten und immer wieder erstaunen ließen.

Der Roman erzählt im Präsens aus der Sicht einer Ehefrau, die mit ihrem Leben rundum glücklich sein könnte. Sie hat einen gutaussehenden, erfolgreichen Ehemann, den sie über alles liebt. Hinzu kommen drei Kinder, die sich gut vertragen, ein sicherer Lehrerinnen-Job und ein Nebenjob als Übersetzerin. Sie wohnen in einem gepflegten Vorort in einem schönen Haus und sie kann shoppen, ohne aufs Geld zu achten.

Das Innenleben der Ich-Perspektive nimmt mehr Raum ein, als ich es von anderen Ich-Erzählungen her kenne. Alle anderen Figuren, auch „ihren Mann“, betrachtet die Protagonistin aus der Distanz. Beim Lesen bist du also die ganze Zeit in der Gedankenwelt dieser Frau gefangen, deren Unzufriedenheit und Handlungsweisen schwer nachvollziehbar sind. Kinder hat sie nur ihm zuliebe. Nur wegen ihm verhält sie sich so, wie eine gute Mutter sich verhalten sollte. Das fällt ihr schwer und es nervt sie. Auch mit Freunden trifft sie sich nur ihm zuliebe. Viel lieber wäre sie mit ihm allein auf einer einsamen Insel. Ihr ganzes Leben scheint sich nur um ihn zu drehen.

So nach und nach zeigt die Fassade dieser liebenden Ehefrau Risse. Es sind diese Risse und was aus ihnen wird, die mich haben weiterlesen lassen, auch wenn die Protagonistin mit ihren krankhaften Hyperanalysen nervte. Und dann reißt die Fassade ein und du kannst kaum glauben, was du liest, auch wenn alles logisch und nachvollziehbar erscheint. Alles hat so unschuldig begonnen und nun denkst du, das Drama ist nicht mehr zu toppen. Und du fragst dich, wie die Autorin das Ganze doch noch toppt und zuletzt kommt alles anders, als du es dir gedacht hast – wow! 

Ist der Roman ausgelesen, wirkt er auch noch nach – zumindest bei mir.  Beim Spaziergang fragte ich mich, wie Liebende sich so sehr voneinander entfremden können. Ich tippe auf eine gestörte Kommunikation des literarischen Paares. Statt Probleme anzusprechen sucht die Protagonistin für sich allein nach Lösungen. Alles wird für sich verarbeitet statt gemeinsam. So wird die Distanz zwischen den beiden immer größer, es sei denn … Nein, ich spoilere hier jetzt nicht. Lest selbst, vor allem das Ende lohnt sich ;-)

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Die Listen meines Lebens

REZENSION. Rückblickend frage ich mich, warum Guy Brownings Roman so lange in meinem Regal warten musste, endlich von mir gelesen zu werden. Inzwischen bin ich fasziniert, wie der Britische Autor mittels Zehnerlisten ein ganzes Leben kurzweilig und humorvoll nachzeichnet. Das Buch mit den 212 Listen hatte ich als Anschauungsmaterial für meine kreative Schreibwerkstatt gekauft. Allein schon sein Klappentext würde meine Teilnehmenden zur Kreativitätstechnik des Listen-Schreibens motivieren:

1. Jeder führt sie: Listen. 
2. Dies ist ein Roman – ausschließlich erzählt in Listen.
3. Für alle, die ohne Listen nicht überleben können. 
4. Und für alle, die sich fragen, wie das eigene Leben in zehn Stichpunkten aussehen würde. 
5. In etwa so!
6. Vom Schulhof über die erste Liebe, Ehe und drei Kinder bis zum Neubeginn – ein Leben in Listen.
7. Wir erfahren von den kleinen Katastrophen genauso wie von den großen Glücksmomenten.
8. Das ist lustig, oft sehr rührend und manchmal sogar ein bisschen weise.
9. Für die Leser von «Adrian Mole» und Nick Hornby.
10. Und in jedem Fall: Ein Roman für alle Helden des Alltags. 

Als Bettlektüre zog ich privat zunächst doch die gewohnte Prosa vor. Zu Unrecht! Denn Guy Brownings „Die Listen meines Lebens“ sind keineswegs nüchtern und sachlich geschrieben, wie man es von Listen vermuten könnte. Zusammen mit ihren Überschriften strotzen sie vor Humor und Selbstironie. Als Beispiel die Listen-Überschrift „Warum ich bei Konfrontationen so schlecht bin“ und dazu so sympathische Antwortpunkte wie „Ich kann meine eigene Meinung nicht ernst genug nehmen, um sie zu verfechten.“ (Punkt 2) und „Die Welt ist voller Probleme. Meine Hähnchennuggets sind kalt. Na und?“ (Punkt 3). Mit zunehmender Faszination begleitete ich diesen kurzweiligen Ich-Erzähler vorm Einschlafen durch seine Listen: von seiner Schulzeit über Pubertät und Liebschaften zum Berufseinstieg, zu großer Liebe und Liebeskummer, von der Hochzeit über Sorgen um alternde Eltern und den eigenen Nachwuchs bis hin zu Ehekrise, Scheidung und Neubeginn. Über die Listen im ganz eigenen Guy-Browning-Stil wurde der Listen-Erzähler und Anti-Held mir schnell zum Freund. Knapp eine Woche lebte ich mit und fieberte ich mit, dann hatte ich den biografisch anmutenden Roman ausgelesen – leider viel zu schnell. 

Buchcover "Die Listen meines Lebens" von Guy Browning.

Empfehlen würde ich dieses Buch als Pflichtlektüre vor allem Kreativschreibenden mit Humor. Interessant ist seine Machart auch für Menschen, die Ideen suchen, um ihren Lebensweg kreativ nachzuzeichnen. Auch Lesefaule kommen auf ihre Kosten, denn jedes Kapitel besteht aus nur einer Liste mit zehn Unterpunkten – Punkt.

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Pageturner gegen das Vergessen

REZENSION. Beim Titel „NSA“ dachte ich sofort an das Amerikanische Überwachungsprogramm. In Andreas Eschbachs Roman steht „NSA“ hingegen für „Nationales Sicherheitsamt“, dem (fiktiven) Bundesnachrichtendienst der zwanziger und dreißiger Jahre des vergangenen Jahrhunderts. Die „NSA“ hortet IT-Daten und arbeitet daran, sie „sinnvoll“ auszuwerten. Eschbach lässt Fluch und Segen der IT-Technologie gut 50 Jahre früher die Geschichte mitprägen. Sein Protagonist Arthur bezeichnet einen solchen Anachronismus als „Spekulative Geschichte“ und erklärt, „dass man die Bedeutung eines bestimmten historischen Ereignisses erst dadurch richtig einschätzen kann.“ Die Weimarer Republik und die Ausbereitung der Nazis wirken dadurch hochaktuell. Geschichte ist nicht mehr nur Geschichte, sondern sie wird zu einer herannahenden Bedrohung.

Indem Eschbach das Programmieren in Nazi-Deutschland zur Frauenarbeit erklären lässt, hält er uns Lesern des 21. Jahrhunderts einen weiteren Spiegel vor, den Genderspiegel. Köstlich, wenn im Buch von „Programmstrickerinnen“ und vom „Programmieren von Strickmustern“ die Rede ist. Herrlich, wie sehr männliche Protagonisten sich schämen, wenn sie sich fürs Programmieren interessieren. 

Dieser Thriller ist mehr als bloße Unterhaltung. Er verpackt Zeitgeschichte und Gesellschaftskritik in einen kurzweiligen Page-Turner. Manche Intellektuelle mögen die Nase rümpfen. Ich finde es stark, wie Eschbach – weit entfernt vom Elfenbeinturm – gut recherchierte Geschichte an den Mann und an die Frau bringt. Deshalb erscheint sie mir als Pflichtlektüre gegen das Vergessen. Als Pflichtlektüre, die Spaß macht und die einen so schnell nicht loslässt. „NSA“ hängt mehr nach als so mancher historische Beitrag oder auch politische Talkrunden zum selben Thema.

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Der Wal und das Ende der Welt

REZENSION. Richtig gute Bücher lese ich Langsam-Leserin viel zu schnell. So auch dieses 544 Seiten starke Buch, für das ich leider nur wenige Tage gebraucht habe. Tatsächlich habe ich es mir wegen des Wals auf dem Buchcover und im Titel gekauft. Dabei spielt der Wal in dem Roman nur eine – allerdings wichtige – Nebenrolle. Vom „Fest des Wales“ im abgelegenen St. Piran im Cornwall berichtet der Autor John Ironmonger schon im Prolog. Mit dem Wal, der ebendort in Küstennähe gesichtet wird und später strandet, beginnt auch die Geschichte. Ebenso mit einem an Strand gespülten bewusstlosen, nackten Mann. Zusammenhänge lassen sich erahnen. Später zeigt uns der Autor, dass alles miteinander zusammenhängt.

Der nackte Mann namens Joe Haack wird von den Dorfbewohnern gerettet und versorgt. Joe rettet mit Hilfe der gemeinsam anpackenden Dorfbewohner den gestrandeten Wal. Die Idylle im Dorf ist bedroht vom Weltgeschehen. Nur Joe weiß davon. Als Analyst hat er in London ein Computermodell entwickelt, das die Zusammenhänge komplexer Systeme wie der Wirtschaft erkennt. Ein Modellfehler hat seinem Arbeitgeber so viel Geld gekostet, dass Joe ins Meer geflohen ist. Die vom Programm prophezeiten Zusammenhänge reichen allerdings bis nach St. Piran. Joe will die Menschen im Dorf vor der Gefahr beschützen und fühlt sich dabei zunächst belächelt. Am Ende ist er der Held, der sie alle vor dem Untergang rettet. Bereits im Prolog werden seine späteren Heldentaten gefeiert. Für mich macht das die Geschichte nicht weniger spannend. Zudem bildet der Hinweis einen schönen erzählerischen Rahmen und macht anfangs neugierig, wie es zum jährlichen „Fest des Wales“ gekommen ist. Geschrieben ist der Roman in einer angenehmen, gut lesbaren Sprache. Insgesamt wirkt er absolut fiktiv, leicht philosophisch und sehr gut recherchiert.

Die Figuren kommen alle gleichermaßen schrullig und liebenswürdig rüber. Immerhin ist keine von ihnen nur gut oder nur böse. Allerdings sind es zu viele Charaktere, was beim Lesen verwirrt. Die Auflistung aller Figuren mit ihren Berufen habe ich leider erst am Ende des Buches entdeckt. Ebenso die Recherche-Hinweise. Letztere gehen mir auch Tage später immer wieder durch den Kopf und geben dem Buch rückwirkend eine Fridays-For-Future-Dramatik, die gerne übersehen wird.

Denn das Miteinander der Menschen in dieser Geschichte wirkt sehr wohltuend und angesichts des thematisierten „Endes der Welt“ erstmal tröstlich. So kommt sie daher als angenehme Corona-Lektüre, denn – soviel will ich verraten – auch sie ist geprägt von einer Pandemie. Das in 2015 erstmals veröffentlichte Buch, im orangefarbenen Cover mit Wal, nimmt nicht die Angst vor der Seuche. Aber es zeigt, dass dies alles nicht das „Ende der Welt“ bedeuten muss …

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Handgepäck für Schreibreisende

REZENSION. Entdeckt und sofort genutzt, den Reiseführer speziell für Schreiberlinge und Lesegenießer.

Literarische Besonderheiten der nicht alltäglichen Urlaubsorte sowie passende Schreibanregungen und Lese-Tipps erwecken den Wunsch, sofort dorthin aufzubrechen. Wie praktisch, im gleichen Kapitel zu lesen, wie man hinkommt und wo man vor Ort gut übernachten kann.

„Lernen Sie interessante Schreiborte in Deutschland kennen. (…) Was Sie brauchen, finden Sie in diesem Buch“, verspricht Isa Schikorsky in ihrem Vorwort. Ob es das Versprechen hält? Als langjährige Anbieterin von Stilistico-Schreibreisen konnte die Autorin aus einem reichen Erfahrungsschatz schöpfen. Klar strukturiert und informativ wirkt das Buch schon auf den ersten Blick. Einer der vorgestellten Orte ist Dresden, wo ich neulich mit diesem Reiseführer kreativ unterwegs war. Zur Inspiration schickte er mich in Dresdens Neustadt auf Erich Kästners Spuren. Dort könne ich herausfinden, „was einen erfolgreichen Kinderbuchautor auszeichnet.“

Um Kästners „Geheimrezept für den Erfolg“ auszuprobieren, bietet das Kreativ-Buch zwei Schreibanregungen. Diese und alle anderen Schreibimpulse kann man gut auch woanders nutzen. Meine Texte dazu entstanden im Kellergewölbe der Frauenkirche. Besonders inspiriert und fasziniert haben mich Kästners Kindheitserinnerungen „Als ich ein kleiner Junge war“und das Erich-Kästner-Museum in der alten Villa seines Onkels – beides Tipps aus Isa Schikorskys Reiseführer. Ohne den hätte ich in der wiederaufgebauten Kulturstätte Essenzielles verpasst.

Buchcover Kreativ unterwegs

„Kreativ unterwegs“ heißt das 92-seitige Taschenbuch, das es auch als eBook gibt. Verteilt auf zwanzig Kapitel präsentiert Autorin und Schreibdozentin Isa Schikorsky zwanzig „Schöne Orte zum Schreiben und Literaturerleben“.

Fazit:
Empfehlenswert für alle, die gern schreiben und sich für Literatur interessieren.

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