Russland- und Afrika-inspiriert

Schreiberlebnis zwischen Stammeskunst und Moderne 

Zwischen Bänken und Beton blitzten in der Kunsthalle Lindenthal an der Aachener Straße in Köln dunkle Skulpturen und bunte Bilder auf. Der Kontrast machte neugierig. Mit Stift und Papier wagten wir schreibwütigen Frauen uns in die Halle hinein. Die farbenfrohe Bilderausstellung des russischen Künstlerpaares Djoma und Michail Kudinow bot zusammen mit den afrikanischen Skulpturen des befreundeten Paares Klein eine perfekte Umgebung für kreative Schreibergüsse. Wie Kunstsammler Michael Klein verriet und alle ahnten, hat die Sammlung afrikanischer Stammeskunst seine russischen Freunde zu einigen Werken inspiriert. Ebenso haben einzelne Bilder die vor Ort entstandenen Texte stark beeinflusst. Beim Erschreiben einzelner Kunstwerke erfuhren wir Geschichten ihrer gastfreundlichen Sammler und Erschaffer und erspürten wir uns selbst. Die Ausstellungsstücke und die gesamte Ausstellung gewannen so auf dem zweiten Blick noch mehr an Faszination. Wie gut, dass beide Künstler wiederkommen wollen!

Beim Schreibevent entstanden zu Djoma Kudinows Bild „Weiße Nacht:

HEIMKEHR

Sorgenvoll

dein Blick ins Feuer

Schon so lange

ist er fort.

Er sucht dich

im weißen Licht

Deine Schatten

sieht er nicht.

Flügelfrau

er ist nicht dort

Ob Mensch, ob Wolf

er hält sein Wort.

zu Djoma Kudinows Bild „Weiße Nacht

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Jannechie

Nennt mich gerne Janny oder Jo, meine Pseudonyme wechseln je nach Genre. Schreiben ist neben Lesen meine Leidenschaft, die im Teenie-Alter mit Tagebuch begann, meine Selbstzweifel infolge eines Schul- und Sprachwechsels kaum überlebte und durch ein Zeitungspraktikum wiederbelebt wurde. In Schreibwerkstätten lernte ich das Handwerkszeug. Seitdem habe ich viel geschrieben und einiges veröffentlicht. Je nach Laune und Erfordernis schreibe ich fiktiv, journalistisch, lyrisch oder belletristisch - egal was, es macht mir einen Riesenspaß.

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